Kieferorthopäde | Kieferorthopädin | Kieferorthopädie Köln | Unsichtbare Zahnspange

Andersson & Gaugel

Ihre Kieferorthopäden in Köln

Kieferorthopädie Köln Andersson & Dr. Gaugel

Verrückte Kiefergelenke

Krankhafte Veränderungen im Kiefergelenk und ihre Folgen...

Über das Vorhandensein von zwei Kiefergelenken in unserem Körper denken wir nur selten nach. In der Regel nehmen wir Sie überhaupt erst wahr, wenn sie schmerzen.

Dabei können bei einem erkrankten Kiefergelenk unerklärliche Zahnschmerzen, atypische Parodontose, Spannungskopfschmerzen, Muskelschmerzen, ein falscher Biss oder Tinnitus entstehen.

Unsere Kiefergelenke sind die kompliziertesten Gelenke des menschlichen Körpers und sind eigentlich ständig aktiv. Bei vielen Menschen sogar im Schlaf. Durch ein urzeitliches Verhaltensmuster werden Stress durch lautloses stundenlanges Zahnpressen oder auch durch geräuschvolles Knirschen abreagiert.

Zähne zusammenbeißen und durch!

Eine Verhaltensregel, die viele von uns nur zu gut kennen. Untersuchungen in Schlaflabors ergaben, dass rund 60 - 80 Prozent unserer Bevölkerung nachts oft stundenlang mit den Zähnen knirschen oder/und die Zähne aufeinander pressen. So kommt es zu einer Dauer- und Überbelastung.

Folgen, wie oben schon erwähnt, können unerklärliche Zahn- und Nackenschmerzen, schmerzhafte Verspannungen, die oben geschilderten Probleme und vieles mehr sein.

Eigentlich ein Wunder, dass die Kiefergelenke relativ selten erkranken...

Passiert es dann doch, werden die betroffenen Patienten meist mit extremen Schmerzen belastet. Und das wohl Schlimmste dabei ist, dass die behandelnden Ärzte die Symptome häufig erst gar nicht mit den Kiefergelenken in Verbindung bringen.

Viele Behandler wissen nicht, dass die Ursache dieser Erkrankung fast immer multikausal - das heißt ursachenvielfältig ist.

Um eine erfolgreiche Therapie abschließen zu können, ist es in den meisten Fällen notwendig, eine interdisziplinäre Therapie von Fachärzten der verschiedenen Richtungen anzugehen.

Was oftmals passiert ist, dass eine Schmerzkarriere mit einer Odyssee durch die verschiedensten Fachpraxen keine Seltenheit ist. Um Ihnen eine solche Karriere zu ersparen, ist es uns wichtig und für Sie hilfreich, Ihnen folgendes Wissen über diese Krankheit mitzuteilen:

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei verschiedenen Abläufen im "cranio-sakralen System" und einem häufig vorkommenden, überlagernden Kofaktor bei diesem Symdrom:

Verlauf von "oben nach unten"
Primär als ein im Körper von "oben nach unten" resultierenden, absteigenden Verlauf aufgrund einer primären Schädigung des Kiefergelenkes durch einen schlechten Biss, der angeboren sein kann oder durch defekte Kronen, Brücken oder Füllungen im späteren Leben verursacht wird.
Dies kann ein Grund für die oben aufgeführten Symptome sein.
Der Aufsteigende Verlauf:
Dieser entsteht primär nicht "oben" im Kiefergelenk, sondern "unten" durch die in unserer Zivilisation bedingte Bewegungsarmut und falschen Arbeitshaltungen. Dieses wiederum hat zur Folge, dass Haltungsfehler im gesamten Körper auftreten können.

So entsteht eine ganze Verkettung von Muskelverspannugen, die zur Asymmetrie der Gelenkachsen und Schädigungen an verschiedenen Gelenken, u.a. dann auch "ganz oben" an den Kiefergelenken führen kann.

Das wiederum hat zur Folge, dass plötzlich die Zahnreihen, die ursprünglich gut harmonierten, nicht mehr richtig zusammen passen.
Zwingt man sie dazu, tut der ganze Kopf weh.

Geschulte Zahnmediziner wissen, dass der Biss sich auch beim gesunden Menschen sofort verändert, wenn bei der im Stehen genommenen Bissnahme ein Bein künstlich verkürzt wird, indem man dort z.B. ein Holzbrett unterlegt.

Dritter, übergeordneter Faktor ...
Als Dritter, übergeordneter Faktor besteht die Möglichkeit, dass die beiden oben aufgeführten Abläufe psychosomatisch - durch seelischen Stress - überlagert oder sogar auf diese Weise erst ausgelöst werden.

In diesem Falle ist unbedingt die begleitende Konsultation eines Psychologen bzw. Psychiaters erforderlich, um dem Patienten Wege aus dem „Hamsterrad Stress“ aufzuzeigen.
Entspannungstherapien wie das Autogene Training, Yoga, Atemtherapie, etc. sind relativ leicht für jeden selbst zu lernen.

Gesundes Kiefergelenk - gesunder Biss - aufrechte Haltung!